Häusliche Gewalt in trans* Partnerschaften

Im Vereinigten Königkreich (UK) wurde eine Handreichung veröffentlicht, die sich mit häuslicher Gewalt in trans* Partnerschaften befasst.

Alle Menschen können unabhängig von ihrem Alter, ihrer sozialen Klasse, ihrer Behinderung, ihrer Geschlechtsidentität, ihrem Geschlecht, ihrer Sexualität, ihrem Migrationsstatus, ihrer Ethnie oder Religion Gewalt in der Partner_innenschaft erleben.

Wer können die Täter_innen sein? Der/die Partner_in, Familienmitglieder, der/die ehemalige Partner_in

Gibt es besondere Formen der Gewalt wegen der Transsexualität? Ja. Gerade in der Phase der Transition ist man/frau besonders verletzbar. Der/die Täter_in kann diese Phase nutzen, um verstärkt Kontrolle auszuüben. Das kann besonders schwerwiegend werden, wenn Kinder mit betroffen sind. Andere Transsexuelle erfahren Gewalt durch ihre Familienangehörige, wenn sie offen legen, dass sie transsexuell sind, in der Phase der Transition oder wenn sie ein Partnerschaft mit einer anderen (trans*) Person eingehen.

Für viele Menschen ist es schwierig, gewalttätiges Verhalten in der Partnerschaft zu erkennen. Das trifft besonders für diejenigen zu, die in einer solchen Beziehung leben. Allzuleicht möchten sie glauben, dass das „nur einmal“ passiert ist, das der/die Partner_in einen schlechten Tag hatte und das Geschehen wegen anderer, äußerer Dinge passiert ist.
Andere wiederum glauben, dass häusliche Gewalt nur körperliche Gewalt ist.

Transsexuelle Menschen erfahren außerhalb ihrer Partnerschaften viel Gewalt wegen ihrer Transsexualität. Ist auch das Zuhause und/oder die Partner_innenschaft kein sicherer Ort, kann das Erleben von häuslicher Gewalt besonders traumatisierend wirken.

Weitere Infos in englischer Sprache: Domestic Violence – A resource for trans people